Auge zu und durch!

Manchmal hilft Reduktion weiter. Um etwas deutlicher wahrzunehmen hilft es, das weiß fast jeder bildende Künstler, ein Auge zuzukneifen. So werden die möglichen Perspektiven deutlicher sichtbar. Die Einschränkung auf zwei Dimensionen, die zunächst einen Verlust darstellt, kann letztlich aber bereichern und so zu einem Mehr an Erkenntnissen führen.
Also, Auge zu und durch!

Auge zu

„Selbst mit Auge zu!“, Bleistift, Aquarell und Polychromo Blütenbütten in gebundener Zeichenmappe, ca. 22 x 32 cm, 2012

Unverkäufliches Blatt in Zeichenmappe „Selbst“

Bei Ungerechtigkeit …

… nicht einfach politisch korrekt sein. Es kann nicht angehen das alles weichgespült wird, es geht in unserer Zeit darum auch klar Stellung zu beziehen. Wir müssen Ungerechtigkeit abstellen. Das geht nicht unbedingt in dem wir Dinge hinnehmen und vermeintlich tolerieren, denn es gibt immer mehr Menschen, die darauf bauen und dies ausnützen wollen. Daher: Einfach mit der Faust auf den Tisch!

Mit der Faust auf den Tisch

„Mit der Faust auf den Tisch“, Bleistift, Fettkreide und Polychromo Blütenbütten in gebundener Zeichenmappe, ca. 22 x 32 cm, 2012

Unverkäufliches Blatt in Zeichenmappe „Selbst“

Singspielplanung

Fasziniert saß ich im Café und beobachtete den Nachbartisch. Dort hatten 3 Personen Platz genommen. Die zentrale Figur war ein Mann um die vierzig. Begeistert erzählte er von seinem letzten Italienaufenthalt und die beiden anderen Personen hingen an seinen Lippen. Plötzlich griff er nach seiner Tasche und holte eine Opernpartitur heraus und ließ sie laut auf den Tisch fallen. „Wir müssen jetzt endlich die Szenenbilder festlegen, schreiben Sie mit!“  Ohne die Partitur zu öffnen beschrieb er Szene für Szene und erläuterte wie sie für ihn auszusehen hatte. Eine Stelle schien er nicht mehr im Kopf zu haben und so begann er in Windeseile durch die Notenblätter zu schauen. Als er die Stelle fand summte er die Musik um zu verdeutlichen um was es ging, vielleicht auch um seiner Kreativität einen Schubs zu geben. Er nahm einen Schluck Kaffee und diktierte weiter.
Leider musste ich gehen, denn ich hatte noch eine Verabredung und zu Fragen um welche Oper es ging, wann sie aufgeführt werden würde hatte ich nicht— aber eine Zeichnung von einem faszinierenden Mann.

stage director

„stage director“, 27,8 x 20,6 cm, Bleistift, Aquarell und Polychromo auf Zeichenkarton, 2015

Preis auf Anfrage

Was für Affen …

… sind die Menschen nur? Statt sich auf sich zu konzentrieren und dem anderen dies auch zu zugestehen ereifern sie sich über deren Gedanken, Philosophien und Religionen. Dies tun sie so stark, dass sie dem anderen nach Leib und Leben zu trachten.

Mensch werde weise!

Was für Affen

„Was für Affen…“ für die Opfer des Anschlags auf Charlie Hebdo und für Toleranz, Gedankenfreiheit und gegen Ausgrenzung. 7. Januar 2014, 15 x 15 cm, Bleistift, Aquarell und Polychromo auf Zeichenkarton

Alles Neu, alles voran.

Manchmal ist Zeit für ein Redesign. Neue Farbe, neue Form, neuer Beginn. Nicht mehr nach hinten schauen. Natürlich ist es mit erster Skepsis verbunden doch schnell entsteht Entspannung und die Vorfreude greift Raum. Es geht voran, der Frühling kann kommen.

Neue Miri

„Neue Miri“,  Bleistift, Aquarell und Polychromo auf Zeichenkarton, 29,7 x 21 cm, 2014

Preis auf Anfrage

Vaterstolz

Stolz kann man sein, wenn endlich Zeit ist die „Kinder“ zu zeichnen, besonders wenn sie einen stolz machen.

C & C

„C & C“ 29,7 x 42 cm, Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 2013

In Privatbesitz

Energie und Wurm

In welchem Verhältnis stehen Energie und Wurm? Verbraucht oder gibt der Wurm Energie? Wozu stehen sie überhaupt in Beziehung? Aufwerfende Fragen eines banalen Denkprozesses mit der Relevanz des Bleibenden.

Energie und Wurm

Bleistift auf Papier, 13,8 x 20,5 cm, 2013

Preis auf Anfrage

Wenn Gondeln Trauer tragen …

… und das Wasser in den Kanälen steigt, besteht ein Stück Hoffnung auf Rückbesinnung. Es ist der große Abschied. Der Sommer geht und macht der Melancholie platz.

Still sitzt er auf dem Vaporetto. Noch hat er sich auf einen Aussensitz getraut, allerdings in eine geschützte Ecke hinter Glasfenstern. Letzte Woche waren es noch 26 Grad gewesen und die Sonne hatte die Seele gewärmt. Jetzt war alles grau und die Feuchtigkeit des Nieselregens kroch die Beine hoch. Die Betriebsamkeit hatte sich von einem auf den anderen Tag abgemeldet und hatte auch der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens wieder Raum in den Gedanken gegeben. Auf dem Markusplatz sind schon die Stegsegmente für das Aqua Alta bereitgestellt und es wird Zeit die Gummistiefel parat zustellen. Keine Frage, der Herbst hat sich angemeldet und die Gondeln tragen Trauer.

Wenn Gondeln Trauer tragen.“Wenn Gondeln Trauer tragen.”, Bleistift, Aquarell und Polychromo auf Zeichenkarton, 21 x 29,7 cm, 2013

Preis auf Anfrage

Koordiniertes Portrait

Die Portraitgemälde die von ihm angefertigt wurden sind schon deutlich unterschiedlich. Um zu einer Klärung über sein tatsächliches Aussehen zu kommen wurde von der Uni Köln ein Phantombild anhand schriftlicher Aussagen von Zeitgenossen und anhand der vorhandenen Portraits erstellt. Nun habe ich mein Lieblingsportrait des Malers Carl Jaeger und das Phantombild genommen um mir mein Bild von Gotthold Ephraim Lessing gemacht. Er steht gut als Symbol einer Suche.

Gotthold Ephraim Lessing

Bleistift, Polychromo, Aquarell und Acrylfarbe auf Zeichenkarton, 42 x 29,7 cm, 2013

Preis auf Anfrage

Selbstbuch

Was für ein Geschenk, Büttenpapier mit Blütenblättern gebunden in Leder. Das Papier wartet auf Verewigungen. Nur was könnte das seien? Selbst, genau das sollte ich mir doch wert seien, ein Buch das sich nur mit mir und meinen Gedanken beschäftigt. Ein Selbstbuch so zu sagen. Da muss doch ein Portrait auf die erste Seite. Wo ist der Aquarellkasten, wo die Feder? Alles ist schnell zur Hand und ein Platz vor dem Spiegel hurtig eingerichtet.

Wie sich das Papier wohl verhält. Anders als erwartet. Dennoch, schnell ist Farbe aufgetragen und es entsteht etwas. Aber dann…

Selbst am 12.12.2012

… Dann, nach einer ewigen Trocknungsphase kann das Blatt auch umgeschlagen werden – da ist noch etwas, zarter, aber ebenso aussagekräftig. Sozusagen der zweite Blick.

selbst am 12.12.2012

„2? Selbstporträts“ 33,5 x 26 cm, Aquarell und Tinte auf Büttenpapier, 12.12.2012

Hast Du Töne, …

… zum Beispiel für das Grundgesetz? Diese Frage dürfte er sich vor Beginn seiner Arbeit gestellt haben. Er schaut auch genau hin und horcht in sich hinein. Ja er hat Töne und er notiert sie, damit ein spannendes Werk entsteht, Gesetzestext vertont. Wunderbar das Konzept, überzeugend die Ausführung. So muss Kunst!

„Komponist mit Tönen“, 2012, Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 29,7 x 20 cm

In Privatbesitz

Leben wie …

Er hatte sich einen königlichen Platz ausgesucht, dieses wundervolle Bistro schräg gegenüber der Kathedrale. Die Kellner trugen ganz stilecht lange, weiße Schürzen und die Austern wurden von ihnen, wohl um die Frische zu unterstreichen, an einem kleinen Beistelltisch direkt bei den Gästen geöffnet. Er beobachtete diesen Vorgang auf das genauste, hatte er doch selbst schon tausende von Austern geöffnet. Austern waren sein Vitamin Fit und er war gespannt wie die frischen Meeresfrüchte mit den erdigen schwarzen Knollen aus dem Perigeaux harmonierten. Das war eine Variante die er auch noch nicht kannte und die als Austern Royal angepriesen wurden. Passend zu dem Moment fühlte er sich wie Gott in Frankreich.

29,7 x 21 cm, Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 2012

Preis auf Anfrage

2 mal Kinski in der Mappe.

Hin und wieder kommt es vor, dass er in alten Mappen stöbert. Rückbesinnung auf das was mal war und Erinnerungen werden wach. Er war der personifizierte Provokateur, ein Divus, die perfekte Wahl für die Bösewicht- oder Psychopathen-Rolle. Doch plötzlich war dort auch ein zartes Pflänzchen, jugendliche Frische und atemberaubende unverbrauchte Schönheit mit gleichem Namen. Doppelte Faszination. — Er hatte einen Jugendtraum wieder entdeckt.

„Kinski und Kinski“ 1977, Polychromo und Tusche auf Zeichenpapier, 55 x 39 cm

Preis auf Anfrage

Ein schwefeliger Tag…

… und sie saß fast regungslos da. Ihr Kopf neigte sich zur Seite und sie entdeckte das turtelnde Paar am anderen Ende des Raums. „Die können einem fast Leid tun, immer dieser Stress das eigene Glück zur Schau stellen zu müssen!“ dachte sie bei sich. Sie war froh einen Platz gefunden zu haben, wo sie nicht ständig unter Beobachtung stand und sich permanent shiny und glücklich darstellen musste. Auch Sie hatte vor noch nicht all zu langer Zeit immer wieder um Aufmerksamkeit gebuhlt und permanent ihr Innerstes auf dem Marktplatz der Eitelkeiten zur Schau getragen. …

29,7 x 21 cm, Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 2012

Preis auf Anfrage

Zeichnen unter Beobachtung!

Er sitzt gegenüber und stellt Fragen. Seine Kollegen sind mit Kamera und Ton ständig um mich. — Äääh— Es ist schon verdammt schwierig zu zeichnen und gleichzeitig Fragen zu beantworten. —Nicht auf die Kamera achten, der Sound ist eh am Rever—KONZENTRATION!— Das muss klappen und wenn es gelingt wird es bestimmt gut. Was ich bin? Die Antwort ist im Film zu sehen!

„Andreas L.“ Bleistift auf Zeichenpapier, 29,7 x 21 cm, 13.4.2012

Preis auf Anfrage

Inneres Glimmen

 

Lässig sitzt er da, kann jedoch seinen Blick nicht von Ihr wenden. Er ist tief beeindruckt von diesem Wesen und vergisst alles um sich herum. Jovial versucht er sich in Konversation, lässt seine eh schon tiefe Stimme noch männlicher erscheinen. Ach diese Frau und diese Stimme, die ihn an Grace  Jones erinnert. Gerne würde er sich jetzt eine Pfeife stopfen, doch in öffentlichen Räumen herrsch halt Rauchverbot. Nur sein Innerstes glimmt vor sich hin und droht jederzeit lodernd zu entflammen.

Bleistiftauf Zeichenpapier, 29 x 21 cm, 2012

Preis auf Anfrage

… Du kannst so hässlich sein …

Ruhig sitzt sie bei Kaffee und Croissant an ihrem Tisch. Es schien so als wenn der Frühling an die Tür klopfen wollte, denn das erste mal in diesem Jahr hatte sie erlebt wie Schwarz zu blau wurde. Sie schloss die Augen und ließ die letzte Nacht noch einmal Revue passieren. Zum dritten mal war sie dieses Jahr schon zu Besuch in der großen Stadt, die so hässlich und doch so faszinierend seien konnte. Traumhaft war sie durch die Straßen gestreift, in Bars  und Clubs war sie eingekehrt und irgendwann hatte das erste Licht das Grau der letzten Tage vertrieben. Sie war über die Museumsinsel geschlichen, hatte den S-Bahnhof gequert, die ersten warmen Sonnenstrahlen eingefangen und in den Himmel geblitzt. Nun saß sie hier um sie herum das Schnattern und Wuseln der Menschen und sie hatte zu tiefer innerer Ruhe gefunden. — Oh Stadt Du kannst so herrlich sein, so kreativ und voll!

Bleistift, Kaffee und Aquarell auf Zeichenpapier, 29 x 21 cm, 2012

Preis auf Anfrage

BANKSY?

Ha endlich ein Link auf ein Video mit Ausschnitten aus dem Banksy-Film. Ein Interview ist auch angekündigt. Bin super gespannt wie der aussieht und wie alt er wohl ist. Mir schießen Bilder durch den Kopf. Nein, so jung kann der nicht mehr sein. Genau, der muss auch schon etliches an Lebenserfahrung gesammelt haben. Da steckt in jedem Fall eine professionelle Ausbildung und auch sicher Erfahrung als Illustrator dahinter. Ob der vielleicht auch sein Blackbook zeigt? — Und dann sitzt da ein Dementor!

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 23 x 16,7 cm, 2012

Preis auf Anfrage

Wieder meine Augen?

Neulich hatte ich ein Gespräch über die diversen Portraits, die so angefertigt habe. Mein Gegenüber meinte ich würde irgendwie immer meine Augen zeichnen oder Malen. Das Phänomen ist nicht wirklich neu, der berühmte Oskar Kokoschka war berühmt dafür in Portraits immer sein sehr stabiles Kinn zu malen. Immerhin hat er unter anderem Konrad Adenauer gemalt. Vielleicht darf ich dann jau auch einer Kanzlerin oder einem Kanzler meine Augen verpassen. — Ich gehe schon mal üben 😉

Bleistift und Aquarel auf Zeichenkarton, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

Ein Bucky fuller Ideen.

Freitag, der 10. Juni, quer durch das Forum des Martas, zirka 50 Meter von mir entfernt, steht er und hält die Laudatio. Verschmitzt streifen seine Blicke die Mengen, die zur Vernissage das Spaceship Earth, an dieser Stelle, zentrieren. Heute ist die Kommandobrücke gefühlt hier. Erinnert er nicht auch an diesen legendären Commander der Enterprise? Die Besatzung folgt in jedem Fall jeder seinen (Denk)anweisungen. Das ist echtes Charisma vollführt mit der Eleganz britischen Understatements. — He is really between of us!

Bleistift auf Zeichenpapier, 29,7 x 20 cm

Preis auf Anfrage


Reading soon!

Gleich ist sie dran. Der nächste Act im open Readingroom. Nervös spielt sie mit den Händen. Warum eigentlich? Alle ihre bisherigen Auftritte waren erfolgreich verlaufen. Nur heute fühlt sie sich anders. Etwas wiederwillig und dennoch nach vorn drängend. Widersprüchliche Gefühle füllen Ihren Magenraum. Der Intellekt befiehlt ihr nichts auf solchen Quatsch zu geben, aber sie wird der Gefühle nicht Herr. Wie auch. Gefühle kann man nicht steuern. Doch sie wird den Weg gehen und sie wird ihn meistern.

Bleistift  auf Skizzenpapier, 29,7 x 20 cm

Preis auf Anfrage

Storyfaszination

Humorig und ein wenig schräg, so erscheint das gelesene Wort. Sie kann den Blick nicht  von den Lippen des Autors lassen. Wort um Wort, Zeile um Zeile. Faszination pur! Eigentlich war sie nur gekommen um mit der veranstaltenden Galeristin etwas abzusprechen, nun sitzt sie hier und ist wie benommen. Wie hieß es noch damals in dem Film den sie so oft gesehen hatte. „…lost in time and lost in space!“

Bleistift und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 20 cm

Preis auf Anfrage

Neues aus Angelas Labor 1

„Neee, also wirklich, mein Mann sagt auch immer, Experimente erst im Kleinen. Ausserdem soll man sich nicht von vornherein auf ein Ergebnis festlegen, wichtige Voraussetzung für effektive Forschung. Flllp Flpp. Ich als Physikerin muss es doch wissen! Aber was bekommt man dann im Labor zur Verfügung gestellt, ungelernte Hilfskräfte, vorgegeben Ergebniswünsche der Wirtschaft und immer das falsche Forschungsmaterial. Da stellen die mir doch ein AKW-Modell in der Größe H0 zur Verfügung und was liefern  sie als Flugzeug? Einen ausgewachsenen A340. Weiß doch jeder, so geht das nicht, die Dimensionen müssen schon stimmen. Tssss. Von mir werden aber richtige Ergebnisse verlangt. Ich schmoll jetzt und geh mit meinem Guidobärchen schmusen. Außerdem muss ich ihn ja noch weiß einfärben, damit er Knut ersetzen kann und seine Sympathiewerte wieder steigen!“

Bleistift, Polychromo und Acrylfarbe auf Skizzenpapier 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

 

Seit 4:44 pm wird zurück gezeichnet…

… nur so ist es möglich dem zeichnerischen Angriff von „A Painters Storyboard“ zu begegnen. Wer andere zeichnet muss einfach damit rechnen auch gezeichnet zu werden. Armin ich habe Stift und Farbe über das Papier fliegen lassen. 😉

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton 29,7 x 21 cm

Frankreich in Ostwestfalen

Er fiel nicht darauf rein oder konnte er sich nur nicht an westfälische Bräuche und Essen gewöhnen? Immerhin muss es ihm so gut in Ostwestfalen gefallen haben, dass er ganz Westfalen seinem Bruder als Lehn zuteilte und ihn zum König erhoben. Da dieser wiederum immer fand, dass es „morgen wieder lustig“ wird, was seine kompletten Deutschkenntnisse umfasste, wurde er im Volksmund Bruder Lustig genannt. In jedem Fall fand Napoleon das westfälische Schwarzbrot eher für sein Pferd Nickel geeignet.
„Pump pour moi nickel!“ eine der Illustrationen aus dem Buch „Madame Baguette und Monsieur Filou“ von Pierre Sommet. Die Illustrationen von Cornelius Rinne werden am 7. Dezember 2010 komplett anlässlich einer Lesung zu sehen sein. Die Veranstaltung findet in der Galerie „Gruppe 10“ in der Breite Straße 26 in Bielefeld statt und beginnt um 20:00 Uhr.
29,7 x 21 cm Bleistift und Aquarell auf Zeichenkarton.
Preis auf Anfrage

Blödes schönes Wetter

Schon das sie ihn in die Stadt geschleppt hat passt ihm bei dem Wetter überhaupt nicht. Jetzt haben sie auch noch diesen grausamen Platz an der Tür bekommen. Der offene Flügel berührt schon seinen Stuhl und er kann sich nicht vernünftig bewegen. Ständig flitzt der Kellner hinter seinem Rücken rum, nur sie erlangen keine Beachtung. Dann auch noch diese Hitze, völlig übertrieben, am Meer hält man solche Temperaturen ja aus, aber hier in der Stadt.

Bleistift auf Skizzenpapier  29,7 x 21 cm.

Zeichne den doch mal

Klar, unterdessen kennen mich einige, wie ich da immer mit dem schwarzen Buch auflaufe, was zu trinken hole, mich irgendwo hinsetze und anfange zu zeichnen. Jetzt werde ich aber angesprochen: „Da, den dort musst du dringend mal zeichnen!“ Er deutet auf sein Gegenüber, dem die Aufforderung sichtlich peinlich ist. Ich weiß auch nicht wirklich was ich tun soll, beim Showzeichnen muss man immer auf Wiedererkennbarkeit und auf Gefälligkeit, damit der Gezeichnete sich geschmeichelt fühlt. Darauf kommt es mir bei meinen situativen Zeichnungen eigentlich gar nicht an.  Ich lege das Buch erst einmal ab und hole mir einen Kaffee. Dann nehme ich Platz und beginne zu zeichnen. Mit halbem Ohr bekomme ich mit, dass es sich um einen Fussballer handelt. Wahrscheinlich sollte ich ihn kennen, tue ich aber nicht. Der Gezeichnete merkt das ich ihn beobachte und zappelt hin und her. Wie soll ich da den Ähnlichkeit hinbekommen? Egal, ich zeichne weiter. — Fertig! — „Zeig mal.“ — „Da sieht er ja viel besser aus als wirklich.“ — Überzogen!

Bleistift auf Skizzenpapier 29,7 x 21 cm.

Holländischer Adeliger

Gemütlich im Café sitzend sieht man so manches Vorkommnis. Gerade fährt mit röhrendem Motor ein offener, englischer Oldtimer vor. Schön präsent platziert ihn der Fahrer. Den darf niemand übersehen, der ist zu wertvoll. Dann steigt er aus und schaut grimmig arrogant in die Runde. Er ist mindestens so wertvoll wie der Wagen. Gekonnt schaut er in die Runde. Er ist der Star — auch ohne Wagen?

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier 29,7 x 21 cm

Zeitenüberschreitende Gefühle

Er steht plötzlich da und ist wie benommen. Gerade war er doch noch durch die pulsierende Stadt gelaufen, hatte hunderten Frauen ins Gesicht geschaut und nun steht er hier in der Dunkelheit vor einer Glasvitrine und plötzlich unternimmt er einen Zeitsprung. Räumlich und zeitlich verrückt himmelt er sie an. Die schönste Frau die er je sah. — Berlin ist in Ägypten!

Bleistift, Polychromo, Aquarell und Deckweiß auf Zeichenkarton 21 x 29,7 cm.

Preis auf Anfrage

Bauernweisheit

Das hat er seit Jahren herbeigesehnt. Jetzt gilt es Vorsorge zu treffen. Endlich grünt die Esche mal wieder vor der Eiche und wie sagt die alte Bauernweisheit: “ Grünt die Esche vor der Eiche, gibt es eine große Bleiche. Grünt die Eiche vor der Esche, gibt es eine große Wäsche.“ Dieses Jahr ist die Esche deutlich schneller.

Bleistift auf Skizzenpapier ca. 17 x 9,5 cm

Preis auf Anfrage

Begegnungsspannung

Sie steht vor ihm und sieht ihn an oder schaut sie durch ihn durch? Ein Gesicht wie aus einem Traum. Unbewegt die Mimik. Welche Bedeutung hat diese Begegung? Fragen immer wieder Fragen, das ist es was die Begegnung von Menschen prägt, was es  schwierig macht aber auch spannend.

Fineliner und Spucke auf Skizzenpapier 14,5 x 10,5 cm

Preis auf Anfrage