Feierabend eines Symbols.

Nun doch noch eine Weihnachtsgeschichte:

Endlich, wieder hat er die Ochsentour hinter sich. Die Rentiere sind gut versorgt und erholen sich bei Heu und köstlichen Eicheln. Etwas Hafer hat er ihnen auch in den Trog gefüllt. Nun sitz er hier am Tisch, direkt vor dem prasselnden Kamin und versucht bei Punsch wieder etwas wärme in die müden, kalten, alten Knochen zu bekommen. Ruhe dringt langsam in ihn. Er denkt an früher, als es diese Kommerztempel und dies jedes Jahr ein wenig mehr noch nicht gab. Die wahren Werte hatte er schon lange nicht mehr auf dem Schlitten und im Rucksack. Wo war sie bloß die Besinnlichkeit? Abgelöst durch Jagdinstinkt und Kaufrausch mit immer schneller sich drehenden Gefühlen. Auf Lastkraftwagen mit Lichtergetrums hat man ihn verbannt. Größer, weiter, schneller die Spirale nahm immer mehr Fahrt auf. Humanismus wurde zurückgeschraubt auf die paar abfallendem Münzen, die in einen Spendentopf fallend, das Gewissen beruhigen sollten. Doch selbst hier fanden sich Menschen die ein Geschäft witterten und unter diesem Deckmäntelchen sozialer Ansprüche nur an sich dachten. Er würde sich dies kommende Jahr Gedanken machen, wie er wieder wahre Werte in den Rucksack bekam. Das nahm er sich ganz fest vor, bevor er von der Müdigkeit überwältigt sanft entschlummerte und weiter von einer besseren Welt träumte.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton 29,7 x 21 cm.

Preis auf Anfrage?

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Autor: illuman

Art are the processes that a person is documenting in a self-invented language! Come on and see my documents.

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