Posts Tagged ‘Aquarell’

Technische Lyrik!

1. Mai 2012

Verflucht, er hatte sein Textmanuskript vergessen. Ausgerechnet heute, wo ihm doch eine so gute Bühne geboten wurde. Halt mal hatte er sich nicht den Text auf das Phone geschickt, neulich Abend, als er mit Tessa verabredet war? Er wollte ihr mit ein paar lyrischen Zeilen imponieren, hatte ja auch gefruchtet. Er fummelt das Gerät behänd aus der Hosentasche und drückt ein paar Knöpfe. Da war es, der Abend war gerettet. Cool sitzt er nun auf dem Podium und ließt die Zeilen, während seine Finger sensibel die Zeilen auf dem Display steuern.

29,7 x 21 cm, Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 2012

Preis auf Anfrage

Hasen-Pogo

25. April 2012

Verflucht, da haben schon wieder zwei von diesen für uns Menschen so friedlich wirkenden Tieren eine Keilerei. Bäumen sich auf, drängeln mit den aufgerichteten Körpern gegeneinander, boxen sich gegen die Körper. Menschelnd überlege ich ob es zwei Rammler sind, die stress wegen eines Weibchens habe. — Weit gefehlt, es handelt sich um ein anbandelndes Pärchen bei einer Art Balztanz. Pogo im Hasenland!

29,7 x 21 cm, Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 2012

In Privatbesitz

Hinter sich!

28. Februar 2012

Um 90 Grad gedreht steht sie hinter sich. Nur studienhalber, denn man möchte eine Position doch erfassen. Wo sitzen die Spannungen, wo die Belastungen. Stumm steht sie dar und nur das Kratze von Bleistiften ist im Raum wahrzunehmen. Der Zeichner dreht sich nach rechts um sie nach links hinten wegzuklappen. So bildet sie mit sich selber den rechten Winkel!

Blestift, Polychromo und Aquarel auf Zeichenkarton, 42 x 29,7 cm, 2012

Preis auf Anfrage

Guten Morgen Berlin, Du …

27. Februar 2012

Durch den schmalen Schlitz der Gardine dringt das erste Licht in das kleine Hotelzimmer. Wie spät mag es wohl sein? Er kugelt sich auf die rechte Seite und lässt die Beine aus dem Bett fallen. Durch das geschickte Ausnutzen der Schwerkraft kommt er zum Sitzen. Schlaftrunken greift er nach seinem Smartphone auf dem Nachtisch. Hotelzimmer sind unpraktisch, Zuhause braucht er nur ein Auge zu öffnen und er kann auf den Wecker blinzeln. 7:03 Uhr, eigentlich noch zu früh zum Aufstehen. Einen Blick möchte er aber doch erhaschen und so erhebt er sich und geht den halben Schritt auf das Fenster zu. Er streift den Vorhang leicht auseinander und schaut aus dem Fenster. Schon ist er dar, der Ohrwurm für den ganzen Tag, Peter Fox und der Tag wird Schwarz zu Blau — Guten Morgen Berlin!

Bleistift, Aquarell und Acryl auf Zeichenpapier, 29 x 21 cm, 2012

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… Du kannst so hässlich sein …

26. Februar 2012

Ruhig sitzt sie bei Kaffee und Croissant an ihrem Tisch. Es schien so als wenn der Frühling an die Tür klopfen wollte, denn das erste mal in diesem Jahr hatte sie erlebt wie Schwarz zu blau wurde. Sie schloss die Augen und ließ die letzte Nacht noch einmal Revue passieren. Zum dritten mal war sie dieses Jahr schon zu Besuch in der großen Stadt, die so hässlich und doch so faszinierend seien konnte. Traumhaft war sie durch die Straßen gestreift, in Bars  und Clubs war sie eingekehrt und irgendwann hatte das erste Licht das Grau der letzten Tage vertrieben. Sie war über die Museumsinsel geschlichen, hatte den S-Bahnhof gequert, die ersten warmen Sonnenstrahlen eingefangen und in den Himmel geblitzt. Nun saß sie hier um sie herum das Schnattern und Wuseln der Menschen und sie hatte zu tiefer innerer Ruhe gefunden. — Oh Stadt Du kannst so herrlich sein, so kreativ und voll!

Bleistift, Kaffee und Aquarell auf Zeichenpapier, 29 x 21 cm, 2012

Preis auf Anfrage

In engem Raum!

18. Februar 2012

Zaghaft schreitet sie voran. Sie berührt die Wände nicht, auch wenn sie deren Nähe körperlich spüren kann. Es kommt ihr vor als wenn sich der Raum unter ihren Füßen wegdreht. Sie verlangsamt den Schritt, um sich über die Bewegung des Raumes klar zu werden. Sie kann ihr Gefühl nicht wahrhaft greifen. Schritt um Schritt voran, nicht umschauen irgendwann muss doch das Ende kommen. So befiehlt es doch die Logik.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 23 x 16,7 cm, 2012

Preis auf Anfrage

 

BANKSY?

17. Februar 2012

Ha endlich ein Link auf ein Video mit Ausschnitten aus dem Banksy-Film. Ein Interview ist auch angekündigt. Bin super gespannt wie der aussieht und wie alt er wohl ist. Mir schießen Bilder durch den Kopf. Nein, so jung kann der nicht mehr sein. Genau, der muss auch schon etliches an Lebenserfahrung gesammelt haben. Da steckt in jedem Fall eine professionelle Ausbildung und auch sicher Erfahrung als Illustrator dahinter. Ob der vielleicht auch sein Blackbook zeigt? — Und dann sitzt da ein Dementor!

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 23 x 16,7 cm, 2012

Preis auf Anfrage

Das hatte noch immer geholfen!

16. Februar 2012

Gerade war sie aufgestanden und sie merkte sofort, die Bewegungen waren noch nicht so geschmeidig wie sie es gerne hätte. Sie schlurfte ins Badezimmer und stellte sich unter die warme Dusche. Zum Abschluss gab es auch noch den kurzen wach werde Schock. Beim Abtrocknen war dann aber klar, auch diese Aktionen hatten nicht gefruchtet. Sie schlich, nackt wie sie war, in das Wohnzimmer, stellte die Musikanlage an und suchte ein rhythmisches Stück aus der Playlist. Erst vorsichtig, dann immer wilder begann sie um die Möbel zu toben, in die Hocke zu gehen und den Text des Liedes zu intonieren. — Das hatte noch immer geholfen!

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 23 x 16,7 cm, 2012

Preis auf Anfrage

Mit gezieltem Schlag

15. Februar 2012

Pick, pick, pick, Schlag um Schlag entfernt er Unebenheiten und Vorsprünge. Mühselig spürt er der Idealform nach. Mit jedem Schlag kommt ein neuer Gedanke und Form und Erkenntnis passen sich an. Wird der Stein irgendwann wirklich fertig sein? Ist nicht der Weg und das tastende Formfinden das eigentliche Ziel. Sicher man kann Unebenheiten auch mit Mörtel verdecken und der Leichtigkeit des Seins Raum gewähren. Doch vor allem steht der gezielte Schlag und der nächste und dann der darauf folgende und immer so weiter.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenpapier, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

vortextlich!

12. Dezember 2011

Er hat die Brille abgesetzt und gibt noch eine kleine Einführung. Er erzählt von den Umständen, die zu diesem Text führten. Es ist mal wieder “open readingroom” und die Galerie gefüllt mit Kulturbeflissenen. Mit wie viel Elan er sich immer wieder für Geschichten einsetzt, zeigt auch, welche Liebe er zum Beschreiben und Fabulieren hat. Gleich, gleich geht es los, denn er bewegt die Brille schon hin zu seinem Gesicht. Sie wird Platz nehmen auf der Nase, etwas nach unten rutschen, bis auch die Bügel sicheren Halt gefunden haben und dann geht es los.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

Diese Person…

20. Oktober 2011

… liebt was sie tut — Kunst. Daher postet sie auch ständig in diesem Blog um  dieses Anliegen zu verbreiten. Sie können diese Person auch bei facebook und google+ finden. Immer geht es aber um Kunst. Mal ist diese Kunst in Zeichnungen dokumentiert, mal in Bildern, Objetkten, Fotos, Druckgrafiken oder Büchern. Scheuen Sie sich nicht mehr über diese Person zu erfahren!

Wieder meine Augen?

13. Oktober 2011

Neulich hatte ich ein Gespräch über die diversen Portraits, die so angefertigt habe. Mein Gegenüber meinte ich würde irgendwie immer meine Augen zeichnen oder Malen. Das Phänomen ist nicht wirklich neu, der berühmte Oskar Kokoschka war berühmt dafür in Portraits immer sein sehr stabiles Kinn zu malen. Immerhin hat er unter anderem Konrad Adenauer gemalt. Vielleicht darf ich dann jau auch einer Kanzlerin oder einem Kanzler meine Augen verpassen. — Ich gehe schon mal üben ;-)

Bleistift und Aquarel auf Zeichenkarton, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

Der Impressario

5. Oktober 2011

Stumm steht er da und beobachtet den sich füllenden Saal. Zufrieden nimmt er das große Interesse zur Kenntnis. Die Unruhe, die ihn vor der bevorstehenden Moderation immer stärker wachrüttelt, verbirgt er hinter verschränkten Armen. Er weiß schon jetzt das es großartig werden wird, denn alle Beteiligten sind auf das best präpariert. Professionalität ist immer ein sichere Bank.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton, 29,7 x 21 cm

Mensch Herr Kellein …

26. September 2011

… da dachte ich das gibt noch mal den echten Kracher in Bielefeld. Thomas Kellein verabschiedet sich mit einer Picassoausstellung, die einen siebenstelligen Betrag kostet. Das muss doch die Bombe sein. Kellein hat doch vor kurzem erst die 80er revisited ausgestellt. Zweiteilig. Grandios. Oder die Yoko Ono Ausstellung. Die Impressionisten … Lauter Ausstellungen die einen vom Hocker warfen. Jetzt seine letzte Kuration für Bielefeld mit einem Wahnsinnsetat.

Ne, Herr Kellein, ich bin echt entäuscht. Meine Gefühlswelt ist durchgerüttelt. Das Thema ist wahnsinnig interessant. Picasso 1905 frisch in Paris. Welchen Einflüssen ist er ausgeliefert. Henry de Toulouse Lautrec und seine Gestalten der Nachtwelt. Die Erste Zeichnung auf die ich zusteuere im ersten OG ist eine Picasso Arbeit zur Jeane Avril. Ach guck an. Wo ist denn der Bezug? — In einem anderen Raum. Klein, fein und voll mit Lautrec Arbeiten. Ich hätte eigentlich eine direkte Gegenüberstellung gewünscht. Um zu Vergleichen, um Einflüsse zu entdecken. Hmmm. Mir fällt plötzlich auch auf, dass fast nur Originalgrafiken und Zeichnungen ausgestellt sind. Nun gut. Aber die Qualität der Blätter. Bei anderen Künstlern wären sie sicher vernichtet worden. Klar man spürt so, wenn man vom Fach ist, wie hart auch ein Picasso arbeiten musste. Aber tun wir dem Maestro wirklich einen Gefallen wenn wir Studienarbeiten ausstellen?

Plötzlich befinde ich mich in einem Raum mit durchaus bekannten Grafiken, aber die sind doch aus den 50ern. Wie war noch der Titel der Ausstellung? Was mich aber total irritiert sind die Repliken. Da hängen im Museum Dinge, die ich eher im Wartezimmer einer Arztpraxis erwarte. Auf Leinwand ausgedruckte Repliken von Picasso-Bildern. Klar die Originale waren sicher in der Versicherung zu hoch, aber im Museum erwarte ich Originale. Überhaupt beschleicht mich das Gefühl, das Picassomaterial hat nicht ausgereicht. Überall hängen riesige Fotoabzüge von Pariser Straßenszenen aus dem Beginn des 20ten Jahrhunderts. 2 bis 3 wären sicher gut gewesen, mir sind es aber zu viele, die mir ein Zeitgefühl vermitteln sollen.

Nachdem ich auch die 2te Etage besucht habe beginnt der Reigen der Eröffnungsreden. Ich bummele treppab zurück in die Eingangshalle. Geschickt ist es, dass man eine Leinwand aufgestellt hat auf die man die Redenden überträgt, denn das Auditorium ist eh immer überfüllt. So kann man etwas entspannter der Eröffnung folgen. Zum Schluss ergreift der eingeflogene Thomas Kellein noch das Wort. Ich greife mein Moleskine und halte einen letzten Blick auf ihn fest. So kann ich, neben der Erinnerung an eine wundervolle, kleine Picasso Gouache einer blau gekleideten Frau, wenigstens etwas mit nach Hause nehmen.

“Ein letzter Blick”, Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 21 cm

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Buch halten!

6. Juni 2011

“Jetzt sitze ich hier schon seit Tagen und halte das Buch, dennoch ist immer noch keine Abgabe für den Steuertopf dabei heraus gekommen. Malen ist effektiver für mich!”

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 21 cm

In Privatbesitz.

Kopfpause

23. Mai 2011

Der erste Ton hat kaum seinen Mund verlassen, da fängt das Auditorium schon zu Jubeln an. Sie reissen die Arme nach oben und folgen wiegend dem Rhythmus. Er streicht sich die Haare aus dem Gesicht und weiß genau, spätestens beim Refrain kann er den Gesang einstellen, da das Publikum absolut textsicher ist und dieses auch lautstark unter beweis stellt. Was für eine Faszination geht nur von diesen getragenen Liedern aus? Ihm ist es nur recht, hat sein Kopf ein wenig Ruhe von diesem ewigen Headbanding. Aaahhahaaaahhaha  Aaahhahaaaahhaha…

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage.

Ekstase der Gegebenheiten!

11. Mai 2011

Hin und her gerissen, gelenkt von positiver und negativer Energie. Gefangen und befreit. Ekstatisch denkend und fühlend. Genießend und nach einem Ende sehnend. Hoch und tief, breit und schmal, laufend und stehend, tanzend und verharrend. Sie fühlt auch den Frust in der Lust, weiß nicht die Kontrolle zu behalten. Sie ist auf dem Höhepunkt und weiß doch das sie eine tiefe Niederung durchschreitet.  — Sie hängt zwischen den Polen!

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage.

Storyfaszination

4. Mai 2011

Humorig und ein wenig schräg, so erscheint das gelesene Wort. Sie kann den Blick nicht  von den Lippen des Autors lassen. Wort um Wort, Zeile um Zeile. Faszination pur! Eigentlich war sie nur gekommen um mit der veranstaltenden Galeristin etwas abzusprechen, nun sitzt sie hier und ist wie benommen. Wie hieß es noch damals in dem Film den sie so oft gesehen hatte. “…lost in time and lost in space!”

Bleistift und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 20 cm

Preis auf Anfrage

Neues aus Angelas Labor 1

1. April 2011

“Neee, also wirklich, mein Mann sagt auch immer, Experimente erst im Kleinen. Ausserdem soll man sich nicht von vornherein auf ein Ergebnis festlegen, wichtige Voraussetzung für effektive Forschung. Flllp Flpp. Ich als Physikerin muss es doch wissen! Aber was bekommt man dann im Labor zur Verfügung gestellt, ungelernte Hilfskräfte, vorgegeben Ergebniswünsche der Wirtschaft und immer das falsche Forschungsmaterial. Da stellen die mir doch ein AKW-Modell in der Größe H0 zur Verfügung und was liefern  sie als Flugzeug? Einen ausgewachsenen A340. Weiß doch jeder, so geht das nicht, die Dimensionen müssen schon stimmen. Tssss. Von mir werden aber richtige Ergebnisse verlangt. Ich schmoll jetzt und geh mit meinem Guidobärchen schmusen. Außerdem muss ich ihn ja noch weiß einfärben, damit er Knut ersetzen kann und seine Sympathiewerte wieder steigen!”

Bleistift, Polychromo und Acrylfarbe auf Skizzenpapier 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

 

Yvonne, schau auf dem iPhone!

10. März 2011

Früher, ja früher, da hat mann gemeinsam Journale gewälzt. Heute, Zeichen der Zeit, scrollt man zusammen auf dem iPhone. Der Informationsgehalt wird sich ähneln und auch die Innigkeit in der man zusammenhockt ist ähnlich. Nur die Werbeleute weinen dicke Tränen, denn sie können keine Doppelseiten mehr gestalten. — Alles ist in Bewegung!

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

Abgelenkt!

9. März 2011

Sie hat begonnen sich die Finger zu säubern, doch eine Bewegung lenkt ihre Aufmerksamkeit ab. Ihre Gedanken wandern in eine andere Welt und das alles Durchdringende ihres Blickes zeugt von der Welt hinter der Realität. Sie ist in einem kurzen Wachtraum gefangen während ihre Hände immer noch die säubernde Bewegung vollziehen. In welchen Realitäten sie sich bewegt bleibt uns verborgen, denn wir sind selbst in unseren Realitäten gefangen.

Bleistift und Aquarell auf Skizzenpapier 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

Akt als Doktorarbeit

21. Februar 2011

Sie könnte sich verfluchen. Was hat sie sich nur wieder angetan mit dieser Position. Dann auch noch den Blick zur Decke. So kan die Zeit nicht wirklich vergehen. … fünfunddreißig, sechsunddreißig, siebenunddreißig, achtunddreißig, neununddreißig … Die Sekunden wollen und wollen nicht vergehen. Die Oberschenkel beginnen zu vibrieren. Die rechte Brust juckt. Erst die Schultern, Verspannung tastet sich langsam den ganzen Rücken herunter. Neulich bei dem alten Künstler mit der vielen Erfahrung war das alles kein Problem, da musste man die Stellung nur kurz halten, aber hier bei den Studenten, die machen aus jeder Zeichnung eine Doktorarbeit.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

Seit 4:44 pm wird zurück gezeichnet…

15. Februar 2011

… nur so ist es möglich dem zeichnerischen Angriff von “A Painters Storyboard” zu begegnen. Wer andere zeichnet muss einfach damit rechnen auch gezeichnet zu werden. Armin ich habe Stift und Farbe über das Papier fliegen lassen. ;-)

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton 29,7 x 21 cm

… und ein letztes Bild im stehen …

7. Dezember 2010

So kurz vor der Ausstellung. Doch verflucht, alle Bilder sind gerahmt, nur eines fehlt noch. Da muss man doch ergänzen. Schnell ein Blatt und ab an das Stehpult. Schnell den Bleistift gespitzt. Was kann man nur Zeichnen? Was habe ich zu sagen? Eine Melodie streift meine Gedanken. Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette … Klar doch, beim Thema Frankreich kommt nur eine Zigarette in — Gauloises. Aber bitte nicht dies moderne Schachtel aus Pappe sondern die hellblaue Papierverpackung, die ist wenigstens Kult.

42 x 29,7 cm Bleistift und Aquarell auf Zeichenkarton.
Zu sehen am 7. und 8. Dezember 2010 in der Ausstellung “Madame Baguette und Monsieur Filou” in der Galerie “Gruppe10″ Alexandra Grass • Breite Straße 26 • 33602 Bielefeld.
Preis auf Anfrage

Frankreich in Ostwestfalen

16. November 2010
Er fiel nicht darauf rein oder konnte er sich nur nicht an westfälische Bräuche und Essen gewöhnen? Immerhin muss es ihm so gut in Ostwestfalen gefallen haben, dass er ganz Westfalen seinem Bruder als Lehn zuteilte und ihn zum König erhoben. Da dieser wiederum immer fand, dass es “morgen wieder lustig” wird, was seine kompletten Deutschkenntnisse umfasste, wurde er im Volksmund Bruder Lustig genannt. In jedem Fall fand Napoleon das westfälische Schwarzbrot eher für sein Pferd Nickel geeignet.
“Pump pour moi nickel!” eine der Illustrationen aus dem Buch “Madame Baguette und Monsieur Filou” von Pierre Sommet. Die Illustrationen von Cornelius Rinne werden am 7. Dezember 2010 komplett anlässlich einer Lesung zu sehen sein. Die Veranstaltung findet in der Galerie “Gruppe 10” in der Breite Straße 26 in Bielefeld statt und beginnt um 20:00 Uhr.
29,7 x 21 cm Bleistift und Aquarell auf Zeichenkarton.
Preis auf Anfrage

Schauhalloher!

14. Oktober 2010

Hier, hallo, Du da, schau her hier. Auflösend nackt steht er da und macht Welle um sich. Ist komisch, Frauen Akte wirken immer ganz selbstverständlich und Männer immer in Positur geworfen. Kikeriki für den/die ZeichnerIn.

Aquarell auf Zeichenkarton, 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

 

Zeitwert

29. September 2010

Aus der Tasche hat sie den Schein herausgezogen und ihn auf den Tisch gefeuert. Achtlos blieb er dort liegen. Irgendwann würde sie hektisch nach ihm suchen, da ihr total entfallen sein wird wo er gelandet ist. Allein das er vorhanden war wird noch in ihrem Gedächtnis sein. Zur Zeit hat er, da kein Bedürfnis da ist, keinen Wert und so liegt er halt da.

Aquarell auf Zeichenkarton, 21 x 29,7 cm

Preis auf Anfrage

zweizweiundzwanzig

27. September 2010

Nur ein paar Münzen. Achtlos auf den Tisch geworfen. Restgeld. Und doch eine gute Mahlzeit für ein bedürftiges Kind oder auch 2 Tage Unterricht in einem Entwicklungsland. Bildung und Nahrung für die Zukunft belanglos rumliegend.

Aquarell auf Zeichenkarton 21 x 29,7 cm

Preis auf Anfrage

Wichtigkeitsgebaren

10. September 2010

Das kann ein echtes Vorbild sein, wie er da steht, die kleine Handbewegung, die Ausstrahlung. Immer ist er auffällig. Niemals kann er ein nichts sein. Er hat eine ständige Spannung im Körper, die es ihm unmöglich macht nur ein Teil der grauen Masse zu sein. Ist es nun eine Gottgegeben Ausstrahlung oder nur anerzogenes Gebaren?

Aquarell auf Zeichenkarton 29,7 x 21 cm

Preis auf Anfrage

Kommende Klischees

23. August 2010

Man kann ja wirklich versuchen nicht auf ausgetretenen Wegen zu laufen. Man kann auch über vieles hinweg schauen. Dennoch manches holt einen ständig wieder ein. Schlimmer noch es kommt massiv auf einen zu. Es drängt sich auf. Beispielhaft werden Standards und Gelerntes bedient, Innovatives findet nur zögerlich Raum. Wunderbare Traditionen verkommen zu einer Karikatur ihrer selbst.

Bleistift und Aquarell auf Zeichenkarton 29,5 x 21 cm

Mehrwert

19. August 2010

Endlich, er schien es zu begreifen, er musste Geld machen. Zum Beispiel einen Euro und dann für ein Vielfaches verkaufen. Den Wert macht schließlich nicht das Motive sondern die Ausführung und die Originalität. Geld machen als Sinnbild. Mehrwert als das Original.

Aquarell auf Zeichenkarton 29,7 x 21 cm

verkauft

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