Archiv für Juli, 2009

Vorsicht Urlaubsvertretung!

31. Juli 2009

Manchmal ist man unterwegs und es braucht jemanden der nach dem Rechten schaut, der die Kommentare gießt und pflegt und der darauf achtet, dass alles reibungslos läuft und vorgefertigtes Material auch den Weg in den Blog findet. Ich brauche auch so jemanden und hier ist er, aber Vorsicht, er könnte beißen.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier.

Flirtstart

30. Juli 2009

Faszinierend ist es allemal, selbst die kleinsten Mädchen scheinen schon ein Flirtgen implementiert zu haben. „Hallo!“ Mit der Hüfte eine Drehbewegung machend, immer schön hin und her geht es weiter: „Wer bist Du?“ — Bloß nicht darauf eingehen, die wird man nicht mehr los, das lernten wir schon mit 5 Jahren, die wollen dann das man ihnen die Sterne vom Himmel holt und sie in einer weißen Kutsche mit Schimmeln durch die Gegend chauffiert. (Nicht ganz ernst gemeint)

Bleistift auf Skizzenpapier.

Handlungsanalyse

29. Juli 2009

Stoisch aber voll konzentriert sitzt er da und beobachtet das Tun seines Gegenüber. Jedes Zucken, jede Bewegung wird registriert und zum Gesamtbild des Handlungsschema zusammengefügt. Es entsteht ein Psychogramm, das die eigene Handlung beeinflusst, bis schließlich die erlösenden Worte gesagt werden — Schach matt!

Bleistift auf Skizzenpapier.

Mitten im prallen Leben!

28. Juli 2009

Immer dichter kommt er dem Papier, bald berührt die Nase das Gedruckte. Er ist in einer anderen Welt, um ihn herum brandet das pralle Leben eines gefüllten Lokals. Doch für ihn zählen nur noch die Bilder die in ihm entstehen. Er ist Teil einer anderen, einer entrückten Welt und auch in ihr tobt das pralle Leben.

Bleistift auf Skizzenpapier

Präsidiale Reaktion.

27. Juli 2009

Präsidial vornehm sitzt er in der Talkshow. Das Gesurre der Fliege erträgt er stoisch und man merkt ihm keine Ablenkung an. Eine kurze Entscheidung, der eine blitzartige Reaktion folgt. Da liegt sie nun, tot auf dem Rücken, dahingestreckt von präsidialer Macht und Reaktionsgeschwindigkeit.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Schwüle Momente

26. Juli 2009

Die Hitze im Süden treibt seine Fantasien an. Vielleicht ist es aber auch nur der übermäßige Verzehr von Sangria der ihm in den Kopf steigt. Von draußen, durch das geöffnete Fenster dringt das sich steigernde Klack Klack Klack und die wilden Harmonien der Flamenco-Gruppe n sein Ohr. Wenn er die Augen schließt erscheint sie unaufgefordert und aus allen seinen Poren dringt der Schweiß nicht nur wegen der Hitze.

Aquarell und Aquarellstift auf Zeichenkarton.

Zeitmut.

25. Juli 2009

Was dämlich sie schaut oder ist es Gleichmut? Sie hat ihren Rhythmus und nichts bringt sie aus der Ruhe. Sie nimmt die Dinge sieben mal durch bis alles im Kleinsten ist. Was soll sie sich Hetzen, die Dinge gehen ihren Lauf. So wurde Sie nun auch noch zum Symbol der Ferienzeit, denn gerne kommen Städter um sie zu bestaunen und sich temporär Zeitmut abzuschauen.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Absolutismus der Stellung.

24. Juli 2009

Mahnend erhebt er die Hand, die rhetorische Frage ist kaum verklungen, als er schon mit der Linken auf mögliche Antwortende zielt. Antworten die nicht nach seinem Gusto sind, akzeptiert er nicht. Er ist es, der das zu Denkende vorgibt, denn er steht vorn und das absolutiert seine Stellung.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Wiederständisch.

23. Juli 2009

Oft ist er nun schon mit apokalyptischen Plagen belegt worden. Sein Ansehen beschmuddelt und mit den falschen Ideen in Verbindung gebracht. Doch fest hatte er seinen Ort gehalten und allen apokalyptischen Reitern wiederstanden. Da war dies doch nur ein laues Lüftchen. Widerständisch erlangt man die Freiheit und das ist es wonach er all die Zeit strebt.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Für Wilsberg und die Gewitter aus Münster.

Hej!

22. Juli 2009

Da steht sie fröhlich begrüßend. Der Schalk blitzt ihr aus den Augen. Fast ungeschminkt aber mit viel Charisma strahlt sie einen an. Sie hat alles unter Kontrolle und man kann sich blind auf ihre Kompetenz verlassen. Ohne sie wäre die Ankunft nur halb so schön. „Fühlen Sie sich wohl bei uns!“

Bleistift auf Skizzenpapier.

Mang aller Stühle.

21. Juli 2009

Er hat es sich bequem gemacht, auch wenn er sich den Boden nicht so hart vorgestellt hat. Dennoch schlimmer als ein Leben auf Inseln und Halligen kann es hier auch nicht sein und wenn — Wenn? — er den Amtssessel erst wieder erklommen hat wird alles kommoder.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Erhabenen Blicks.

20. Juli 2009

Ganz bei der Sache sitzt er gegenüber. Er lauscht und seine Mimik gibt einem Mut und Vertrauen, ihm seine Probleme anzuvertrauen. Er weiß um seine Fähigkeit und bewahrt in jeder Situation Haltung. So gewinnt auch sein Gegenüber Sicherheit und Selbstvertrauen. Sein erhabener Blick tut gut.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Meeses Coup!

19. Juli 2009

Plötzlich kommt sie um die Ecke und er steht mit seiner kolossalen Körperlichkeit vor ihr. Diese Spannung im Körper dieser durchdringende Blick. Sie ist auf vieles vorbereitet in der  Jonathan Meese Ausstellung „Erzstaat Atlantis“. Das hat sie aber nicht erwartet. Dieser Wächter ist das Fleisch gewordene Gegenstück zu Meeses Plastiken. Wie bekommt Meese nur solche Coups immer wieder gelandet?

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Rederwerk

18. Juli 2009

Da läuft etwas unrund, es ist Sand im kommunikativen Miteinander der Firma. Ölverschmiert wühlt sie in den Niederungen des wirtschaftlichen Räderwerks. Sie findet den Ansatzpunkt und löst das Problem. Nebenbei weiß sie auch zu netzwerken und die unterschiedlichsten Plattformen zu verbinden. Die Maschinistin richtet es schon. Nächstes Ziel die Königsklasse, dem werden wir follown!

Bleistift, Polychromo, Aquarell und TippExstift auf Skizzenpapier.

Die Maschinistin ist zu erreichen unter http://www.mediationsblog.de/hamburg.php/wirtschaftsmediation/index

„Nur son klein Stück“

17. Juli 2009

—Mäh hätt de Calli nit jenomme. — Das kann doch wohl nicht schaden. Ein kleines Stück Spaß mit dem er dann aber wieder viel Freude verteilt. 140 Zeichen Teilhaftigkeit an seinem Leben, schön portioniert und in sachten Häppchen. Mich lässt er auch teilhaben und auch mal mitleiden, denn ich darf ihm auf twitter follown und heute ist Freitag und somit auch Followfriday und ich tue es hiermit kund. Danke Calli.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf glatten Zeichenkarton.

Der Schlagzeilenhektiker

16. Juli 2009

Er hat sich für einen schnellen Kaffee in das Bistro an der Ecke gestohlen. Die Frühstückspause ist kurz und er hat heute noch keine News mitbekommen. Diana ist er sofort aufgefallen und fasziniert schaut sie ihm bei seinem Treiben zu. Hektisch gleiten seine Augen über das Papier, blind tastet er nach der Tasse. Sschnell, die nächste Seite. Was war im Sport? Schon wieder Doping? Beiläufig wirft er eine Acetylsalicysäure-Tablette in das Wasserglas. Lös dich schon auf. Er stürzt das Gebräu herunter, schnell den letzten Schluck Kaffee die Zeitung zur Seite und weiter geht es. Diana lehnt sich zurück, erstmal durchatmen, diese Hektik anderer Menschen überträgt sich schnell auf sie.

Bleisift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier.

Todschreibereien der Wirtschaft

15. Juli 2009

Konzentriert sitzt sie da, wieder so ein Schriftstück. Für wie intelligent halten sich eigentlich Menschen die so etwas zusammenschreiben? Alles auf den Ausschluss von Eventualitäten ausgerichtet. Nur keine Position beziehen und Verantwortung übernehmen, Hauptsache man findet immer jemanden dem man etwas in die Schuhe schieben kann. Solche Texte lesen und unterschreiben zu müssen ist Zeitdiebstahl und könnte somit als Übervorteilung gewertet werden. AGB’s sollten mal der Regelung eines reibungslosen Geschäftsverkehrs dienen und was ist jetzt? Schreiben Sie doch einfach etwas als sittenwidrig Wertbares hinein und verdienen sie damit Geld!

Bleistift auf Skizzenpapier

Eigenentblößung

14. Juli 2009

Halb entblößt tritt er in den Raum. Ihm schiesst ob der Unpassendheit seines Outfits die Röte ins Gesicht. Tief schaut er dem nächsten in die Augen, bloß keine Unsicherheiten, keine Ängste zeigen. Es gilt sich, selbst in unerwarteter Situation, darzustellen, immer und überall Herr der Situation. Doch der Gegenüber schaut ihn so wissend an …

Bleistift und Fettkreide auf Skizzenpapier.

Montagmorgeneinsicht

13. Juli 2009

Ein Leben in der Spaßgesellschaft ist anstrengend, besonders die Wochenenden. In die Leere starrend sitz er am Frühstückstisch, den Kopf wie eine Schildkröte zwischen die Schultern gezogen, die Haare noch ungekämmt, denkt er über das nach was er sich wieder antat. Warum lässt er sich bloß immer wieder zu so etwas überreden.

Bleistift auf Skizzenpapier

Flora international.

12. Juli 2009

Er trit durch das schwere eiserne Tor in eine Welt voll Mystik und fantastischer Gebilde. Hier hat ein Fürst sein streben nach Weltoffenheit ausgelebt. Diese Düfte und Farben, und diese betörenden Winkel mit Pflanzen aus den verborgensten Winkeln der Welt.

Bleistift, Olkreide und Aquarell auf Skizzenpapier

Weekend pleasure.

11. Juli 2009

Er hat sich die ganze Woche darauf gefreut, nun ist es so weit, er kann mal wieder so tun als wäre er in einem Saloon in den USA. In der Hand ein schales Bier ohne Schaum, gibt er sich ganz der Musik hin, die er so liebt. Er war extra in die Stadt gezogen und hatte sich einen Job gesucht, das ist es wofür er lebt.

Bleistift auf Skizzenpapier

Show down!

10. Juli 2009

Er gestikuliert wild, klappert mit den Schwertern,zappelt, fuchtelt, springt herum. Laut stößt er Geräusche merkwürdigster Art hervor. Er versucht zu beeindrucken, um mit wenig Aufwand möglichst großen Gewinn zu erzielen. Hauptsache jeder schaut auf ihn und respektiert ihn. Keiner soll seine Unzulänglichkeiten bemerken. Doch ist er sich seiner Handlungsweise sicher? — Piratengehabe am Abgrund.

Aus dem Archiv von 2006, Fettstift und Aquarell auf Skizzenpapier.

Geistig umnachtet…

9. Juli 2009

… so könnte es bald mit all unseren kreativen Ideen aussehen. Weder in Musik, Literatur, bildender Kunst, noch in Design könnte dann noch Geld  verdient werden, wenn nämlich das Urheberrecht ausgehöhlt wird! Genau dafür tritt aber die Spartenpartei „Piraten“ ein.

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!“  sagte Albert Einstein.

Ein Satz den es meiner Ansicht nach zu verinnerlichen gilt. Von Bildungspolitikern, von Wirtschaftsfachleuten und auch von der Piratenpartei. Wir bewegen uns jetzt schon auf einem Terrain der Hobbyisierung von Leistungen und eben auch, noch verstärkt durch vermeintliche Freiheiten im Internet, von Kreativleistungen. Mittelmaß wird Standard! Nicht Qualität sondern Masse zählt. Ich muss möglichst viel haben. Viel Followers, viel Buddys, viel Zugriff auf Informationen, viele Nachrichten weiterleiten, viel vermeintliche Freiheit für meine Abnormitäten. — Ich meine wir brauchten viel Freiheit und die ist in unserer Welt gekoppelt mit finanzieller Unabhängigkeit. Unabhängigkeit für echte Phantasie. Phantasie deren Ausnutzung durch „Riten“ geregelt und ausgebildet wurde. Diesen Phantasieleistungen gilt es dann aber auch wieder ihren nötigen Wert beizumessen, dann und nur dann, erlangen wir wirkliche kulturelle Freiräume.

Die politische Entwicklung driftet aber, gerade durch Parteien wie die FDP, die Piratenpartei und den ganzen Quatsch am linken und rechten Spektrum, in eine gänzlich andere Richtung. Auch die anderen Parteien sehen nicht was sie anrichten. Eine Proteststimmung ist somit durchaus verständlich, nur wird diese Situation für mich durch Parteien wie die Piratenpartei nur dahingehend ausgenutzt möglichst viel Geld aus dem Parteien Refinanzierungsgesetz zu schöpfen. Es geht also nicht um wirkliche Interessen, sonder um rein geschäftlichen Benefit, denn sonst hätte man sich ja vielleicht mal Gedanken gemacht, wie die Künstler, deren Lieder über YouTube und ähnliche Plattformen konsumiert werden, finanziert werden sollen. Radiosender zahlen Gemagebühren und müssen Playlisten vorlegen. Was zahlen YouTube und Konsorten an die Gema? Gleiches gilt aber auch für Bilder. Allerdings sollte die Meldung bei Gema oder VG Bildkunst vielleicht auch dahingehend ein Optimum erlangen, dass Qualitäten abgeklopft werden. Es steht nicht zu vermuten, dass Physiker wie Jens Seipenbusch (Vorsitzender der Piratenpartei) ihre Forschungstätigkeit kostenfrei zur Verfügung stellen. Von Menschen in klassisch kreativen Berufen wird dies aber ständig verlangt und diese Situation würde durch die Forderungen der Piraten noch verschärft.

Zu all diesen Punkten hätte ich gern Antworten und Lösungsvorschläge der Piraten und all der anderen Parteien. Hierzu, scheint es mir, reicht aber die Phantasie nicht aus und so könnte es sein, dass wir in geistiger Schieflage verharren und drohen in kulturelle geistige Umnachtung zu fallen.

— Musste einfach mal sein! Jetzt warte ich auf eure Prügel.—

Philosophischer Hochmut?

8. Juli 2009

Selbstgefällig steht er da. Gerade hat er sich durch Fahrradfahren ertüchtigt. Mens sana in corpore sano. Er lehnt an der Mauer und schaut auf die anderen herab. Er ist der einzige seiner Gilde der es geschafft hat auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu sein. Er ist auch bereit sich banaler Medien zu bedienen um seine Ideen zu verbreiten. Versteht aber jeder was er will? Sind seine Gedanken nicht auch tangentielle Berührungen der Wirklichkeit. Wo führt er den Nutzen der Philosophie, den Aufbau von Visionen und Handlungsvorwürfe, mit der Realität zusammen? Ist es nicht wie eine abgeschlossene Fahrradtour. Gedanken die abgeschlossen sind gehören der Vergangenheit an, für Visionen bedarf es des Gedankenfragments um weiterdenken zu können. Er weiß das, nur handelt er auch so?

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Schlappfühler

7. Juli 2009

Er hat es noch versucht, hat sich brav an den Schreibtisch gesetzt, er konnte sich schon nicht richtig konzentrieren. Langsam sinkt er in sich zusammen. Das Fieber kriecht nach und nach in jeden Winkel seines Körpers. Er wird mehr und mehr zu einem Häufchen Elend. ER bricht ab, es hat keinen Zweck, er will nur noch in sein Bett.

Bleistift, Polychromo und Aquarellauf Zeichenkarton.

Schaumschlägerei

6. Juli 2009

Überall trifft man sie, bei der Arbeit, in Geschäften, im Bekanntenkreis, verschärft in den Medien und gerade jetzt, vor der Bundestagswahl, in der Politik. Je größer der Besen um so weniger ist dahinter. Gestern erst wieder so ein Exemplar erlebt. Bundestagskandidat für die Gelben. Weiß alles besser, nur leider stimmt es meist nicht. Wenn man das aber nachweißt wird er auch noch frech. Naja die Gelben halt! Die hatten früher mal echt qualifiziertes Personal, jetzt machen sie Politik mit dem Anspruch von DsdS oder einer RTL-Soap. — Armes Volk der Wichter und Schrenker.

Bleistift und Aquarell auf Skizzenpapier.

The winner takes it all.

5. Juli 2009

Das Spiel ist vorbei. Lange hat es gedauert. Glücklich über den Sieg reckt er zum Gruß den Arm nach oben. Er hat gewonnen, wieder einmal. Doch sein Gesicht lässt in der Öffentlichkeit keine Emotion zu.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Zu gut dem Berg!

4. Juli 2009

Er hat den Posten angenommen, au in dem Bewusstsein nicht auf die damit verbundenen Vorteile angewiesen zu sein, was ihm ein Stück Unabhängigkeit beschert. Er kann sich auch jeder Zeit wieder zurückziehe, allerdings entspricht dies nicht seinem Naturell, denner ist auch immer bereit für seine Überzeugungen einzustehen. Klar ist er auch eitel und freut sich über Zustimmung, dies ist ja immer auch Antriebsfeder bei Menschen. Zu gut werden wir das überstehen und über den Berg sein.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Skizzenpapier.

Caféversunken

3. Juli 2009

Das Journal liegt aufgeschlagen vor Ihr, sie spielt gedankenverloren mit dem Latte Machiato. Auf den ersten Blick erweckt sie den Eindruck konzentriert den gedruckten Worten zu folgen, doch in den fast zugekniffenen Augen bewegt sich nichts. Sie ist in eine andere Welt abgetaucht und das Leben brandet an ihr vorbei. — Versunken in Gedanken und inneren Geschichten.

Bleistifft auf Skizzenpapier.

Hockeyintuition

2. Juli 2009

Wem kann er den Ball nur zuspielen, wo ist ein freier Mann, wie entwickelt sich das Spiel? Schnelle, kurze Entscheidungen sind gefragt. Der Blick für das wesentliche muss Stimmen. Blindes Verstehen während des Spiels. Gemeinsame Stärken entwickeln und gemeinsam ein Ziel verfolgen, dabei aber immer fair und regelkonform. Jahrelang trainiert man darauf hin und es läuft immer intuitiver.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.

Ein sentimentaler Blick zurück

1. Juli 2009

Immer alles im Blick, im kritischen Blick. Ideen überprüfend, Großes schaffend. Die klassische Tanzperformance verlassend zu neuen Bewegungsauslegungen, Tanz zum Theater werden lassen. Bindeglied zwischen Performance im sinne der bildenden Kunst und dem klassischen Ballet. Pina Bausch starb gestern und wir müssen von Erinnerungen und Filmdokumenten leben. Sie nährte unsere Seele mit Kunst. — Sentimental, denn das passt für mich zu ihr, blicke ich zurück.

Bleistift, Polychromo und Aquarell auf Zeichenkarton.